Nicolaas J.B. Bulder (1898–1964) lebte und arbeitete sein ganzes Leben in Hoogezand. Sein Vater war Zimmermann, seine Mutter die Tochter eines Schneiders. Mit fünfzehn Jahren begann Nico Bulder in einer Maschinenfabrik zu arbeiten, nahm aber abends Unterricht bei einem Schiffszeichner und einem Mathematiklehrer.
1919 trat Bulder als Schiffbauzeichner in die Gideon-Werft in Groningen ein. Nach deren Konkurs 1924 überdachte er seine Zukunft und beschloss, seinen künstlerischen Ambitionen Priorität einzuräumen. Mit 26 Jahren schrieb er sich an der Minerva-Akademie in Groningen ein, wo er bei F. H. Bach (1865–1965) und A. W. Kort (1881–1976) studierte. 1930 wurde er Zeichenlehrer am Hommes-Institut in Sappemeer.
Von Leidenschaft getrieben, illustrierte Bulder neben seiner Lehrtätigkeit zahlreiche Bücher. Er erlangte internationale Anerkennung, insbesondere für seine Holzschnitte und Kupferstiche, die sich durch ihre erstaunliche Detailgenauigkeit auszeichnen. Bulder entwarf außerdem Glasfenster, malte mit bemerkenswertem Können Aquarelle von Groninger Landschaften und schuf eindrucksvolle Ölgemälde mit biblischen Szenen – Werke, in denen, da er ein gläubiger Katholik war, mystische und religiöse Themen eine zentrale Rolle spielten.


















Martijn Reneman –
Geweldig graficus, erg ondergewaardeerd