Ursprünglich wurden Türen und Fensterrahmen in auffälligen Farben gestaltet, die später jedoch oft weiß übermalt wurden. Erhalten geblieben sind die charakteristischen Ziegelmuster, die dekorativen Fliesen, die kunstvollen Glasmalereien, die (gemauerten) Blumenkästen und die reich verzierten Eingangsportale.
Dank des Wohnungsgesetzes von 1902 und dem Aufstieg des sozialen Wohnungsbaus und der Wohnungsbaugenossenschaften boten sich in den Großstädten fruchtbare Bedingungen für junge Architekten. Obwohl die Amsterdamer Schule ihren Höhepunkt in den 1920er Jahren bereits überschritten hatte, wirkte ihr Einfluss unter den Architekten in Groningen fort – sollte man vielleicht sogar von einer „Groninger Schule“ sprechen?
Diese regionale Variante ist stilistisch zurückhaltender, dennoch finden sich auch hier Sprossenfenster, gemauerte Blumenkästen, elegante Eingänge und natürlich die charakteristischen hohen Schornsteine. In der Klaas-Woltjerweg 41 in Zuidbroek steht sogar ein Haus, bei dem Architekt oder Bauherr den Geist dieses Stils perfekt eingefangen haben: Simplex Sigillum Veri – Einfachheit ist das Siegel der Wahrheit.

















Peter –
Prachtige foto’s !